Casino- und Roulettespieler und Corona: Update Sommer 2020

Link zu meiner Trend Strategie

in den Casinos des schier unbegrenzten Internets tummeln sich die Spieler. Mancher live Dealer trägt sogar eine Maske. Daheim in den sicheren vier Wänden bekommt Roulette in diesen Corona Zeiten eine ganz neue Note. Der direkte Bezug zu Spieler, Spieltisch und Croupier, zu anderen Spielern in einer echten Spielbank ist auf einmal nicht mehr so wichtig. Auf einmal zählen nur noch Einsatz, Permanenz und der Gewinn, alles aus Pixeln, nicht greifbar. Nur das Resultat für einen selbst, das spürt man sehr wohl. Was schon virtuell ist, wird irgendwie noch virtueller und für den einen oder anderen noch realitätsferner. Hier folgt das Update für den Sommer 2020.

Während sich online Casinos an dem regen Zulauf neuer Gäste erfreuen, verkompliziert Corona inzwischen den Spielbetrieb sämtlicher Casinos und deren Spieler in den 16 deutschen Bundesländern und auch darüber hinaus. Traditionelle Spielbank Gemütlichkeit sieht eben anders aus.

Menschen sind Gewohnheitstiere, und mit Änderungen und neuen Regeln, besonders Verhaltensregeln, bringt man die für Casino Spieler so enorm wichtige Gewohnheitsatmosphäre, welche auch während der Spielsitzung für mentale Stabilität sorgt, beträchtlich ins Wanken. Alleine aus diesem Grund ist der Gast eines Casinos durch die Corona-Krise mehr gefährdet als es in vergangenen Zeiten der Fall war.

Studien zeigen, das Virus ist mittlerweile auch eine Gefahr für Beziehungen, bedroht also das ganze Leben, unabhängig von einer Infektion oder der auch in Spielbanken besonders hohen Ansteckungsgefahr, welche am Anfang der Krise meiner Meinung nach viel zu spät zu Schließungen führte. Nun wurde vielerorts unter Auflagen wieder geöffnet.

Corona Update: Sommer 2020Während der Corona-Krise haben sich die Anträge auf Scheidungen im Gegensatz zu krisenfreien Zeiten verdreifacht. Unfassbare Dramen spielen sich manchmal hinter den Hauswänden ab. Hilfe in solchen Situationen zu erhalten, ist schwieriger denn jemals zuvor. Der mentale Druck ist enorm, denn Quarantäne ist Zwang, Kurzarbeit ebenso unfreiwillig, und Home Office ist auch nicht durchgehend stressfrei.

Immer schwebt das Damoklesschwert über allem, mit einem weiteren Hieb den finanziellen Boden endgültig zu verlieren. Dazu kommt noch, dass man den ganzen Tag aufeinanderhockt und irgendwie keinen Freiraum mehr verspürt. Der Druck im Kessel wird immer größer. Wir lehnen es instinktiv eben ab, zu etwas gezwungen oder gegen unseren Willen eingepfercht zu werden.

Wie soll man unter diesen Umständen noch erfolgreich spielen?

Casino Spieler können Sorgen wegen Corona nicht abschütteln

Sorgen und anderen seelischen Ballast trägt man doch mit ins Casino. Wer kann den Ballast denn vor der Eingangstür der Spielbank einfach ablegen, als gäbe es nur Sonnenschein daheim? Wer ist denn auf einmal sorgenfrei, nur weil er den Computer anschaltet oder das Handy, um sich zum Spielen einzuloggen?

Seit mehr als zwei Jahrzehnten beschwöre ich die Leserschaft öffentlich, nicht zu spielen, wenn man krank ist, einem privat oder beruflich Ärger oder Unglück widerfährt, wenn man doch instinktiv weiß, heute ist kein guter Tag zum Spielen.

Sie können Ihrer persönlichen Permanenz, also Ihrem persönlichen Glück und Unglück nicht entkommen. Es gibt einfach keine erfolgreichen Casino Spieler, die durch die Corona-Krise belastet sind.

Berufsspieler sitzen das Pech aus

Berufsspieler oder solche, die diesem Prädikat sehr nahe kommen, sitzen solche Krisenzeiten mit großer Disziplin aus. Professionelle Roulettespieler wissen, dass sie im Verhältnis von ungefähr 11:7 verlieren werden, sollten sie es darauf ankommen lassen.

Spieler, die vorwiegend vom Roulettes leben konnten wie der Ungar Konrad S. Ehrlich, der Schweizer Peter Dannemeyer oder der Österreicher Erich Puch und sogar der Deutsche Stephan Ullrich legten immer wieder Pausen ein und stoppten für einige Wochen oder sogar Monate die Besuche in der Spielbank.

Der berühmte Spanier Thomas Garcia, der im 19. Jahrhundert immer wieder die Spielbanken unsicher machte und dem das Roulette System "Tiers et Tout" zugeschrieben wird, obwohl er diese Strategie wahrscheinlich so nie gespielt hat, war aus einem anderen Holz geschnitzt. Garcia war ein Vollblutzocker, gewann Hundertausende und verlor sie auch wieder. Wie Stephan Ullrich spielte auch der heißblütige Spanie gegen Verlierer und als sein Glück ihn verließ, setzten andere gegen ihn. Nur wusste Ulrich wie andere echte Berufsspieler, wann es Zeit für eine Pause war. Wenn das eigene Pech das Pech anderer Spieler, gegen die man spielt, übersteigt, dann ist das ein Alarmignal, welches man nicht ignorieren sollte.

Auch der Gelegenheitsspieler kann dieses Hebel natürlich umlegen. So schwer es fallen mag, wenn das eigene Schicksal irgendwie aus der Bahn gekommen ist, bringen ein paar Wochen Spielpause sehr viel. Das Kapital, welches man in dieser Zeit nicht verliert, steht einem dann wieder tratkräftig zur Verfügung, sobald sich die eigenen Umwelteinflüsse wieder normalisiert haben. Roulette kennt keine Entschuldigungen, Ausflüchte und bestraft alles.

Finanzielle Not ist kein guter Indikator

Corona macht online Casinos noch virtuellerGetrieben von finanzieller Not, der Enge daheim oder ähnlichen Auswirkungen durch Corona stürzen sich nun viele in die online Casinos und versuchen verzweifelt, dort mit teils absurden Roulette Strategien dem Dilemma zu entkommen. Dabei sind finanzielle Engpässe kein guter Indikator, um mit Gewinn zu spielen. Glücksspiele belasten mental von Natur aus schon übermaßen. In Kombination mit Krankheit, Sorgen oder irgendeiner Form von Not ist die mentale Belastung kaum noch zu beherrschen. Dadurch gehen auch Disziplin, Vernunft und das Begreifen, es mit echtem Geld zu tun zu haben, sehr schnell verloren.

Bevor Menschen in diesen Situationen merken, dass der Versuch, es mit der Brechstange zu versuchen, ein Sturz in den Abgrund ist, der die ursächliche Pein nur noch verschlimmert, ist es schon zu spät.

Mit einem Tunnelblick und diesen schweren Felsen auf den Schultern kann niemand gewinnen. Vielleicht gelingt dies ab und zu durch pures Glück, denn 11:7 sagt nicht, man kann nur verlieren. Aber solche Ab-und-zu-Gewinne, wie Sie sich vorstellen können, sind nur ein Bärendienst und täuschen Hoffnung vor, die den Strohhalm, an dem der Spieler sich klammert, immer länger werden lässt aber auch immer zerbrechlicher.

Mir graut vor der Vorstellung, wie sich nette und liebe Menschen während Corona im Casino in den Abgrund spielen und das oft mit einem völlig untauglichen Roulette System wie der Martingale.

Verfolgt Sie das Pech, meiden Sie Spielbanken und online Casinos

Man kann Glück in der Tat nicht erzwingen. Ihr privates und berufliches Glück und Unglück und das Glück und Unglück in der Spielbank oder im online Casino sind keine zwei unterschiedlichen Welten. Sie leben und spielen in der gleichen Welt. In der Spielbank oder im online Casino manifestiert sich Glück und Unglück einfach nur anders.

Also, wenn Sie auch nach Corona als Casino-Spieler weiterhin in Aktion treten möchten, dann sitzen Sie bitte Ihr Pech aus. Spielen Sie nicht. Warten Sie so lange, bis sich die Umstände bessern, bis Sie selbst merken, es geht wieder bergauf. Beschwindeln Sie sich nicht. Ein guter Tag ist noch kein Umschwung.

Ich wünsche Ihnen viel Gesundheit und die Kraft, dunkle Zeiten durchzustehen, sollten Sie zu den Menschen gehören, denen das Virus, ohne dass Sie irgendeine Schuld trifft, ein hartes Schicksal auferlegt hat.

Alternative zu herkömmlichen Roulette Systemen