Mit dem Roulette-Tracker auf dieser Webseite, den Sie online und kostenlos benutzen können, erhalten Sie ein nützliches Werkzeug für viele Roulette-Systeme auf EC, denn der Tracker analysiert die verschiedenen Figuren und die Serien sowie alle Kombinationen, die durch zwei Einfache Chancen aus unterschiedlichen Paaren spielbar sind.
Ich möchte eine Ergänzung anführen, zu einem Thema, das im Roulette immer wieder für Verwirrung sorgt: den Begriff der sogenannten "alyettischen Figur". Ein Ausdruck, der gerne zitiert wird, den viele übernehmen, aber nur die wenigsten wirklich einordnen können.
Der Begriff "alyettisch" wird auf Jean-Baptiste Alliette zurückgeführt, einen französischen Okkultisten des 18. Jahrhunderts, der unter dem Namen "Etteilla" bekannt wurde, sein Nachname rückwärts geschrieben.
Alliette war kein Mathematiker, kein Casinoprofi und erst recht kein Roulette-Systementwickler im modernen Sinne. Er beschäftigte sich mit Symbolik, Wiederholungen und Mustern in Zufallsfolgen, vor allem im Kartenbereich. Serien und Figuren hatten für ihn weniger eine rechnerische als eine beobachtende Bedeutung.
In der späteren Roulette-Literatur, vor allem in älteren deutschsprachigen Schriften, taucht sein Name gelegentlich in abgewandelter Form auf: Alyett, Aliettisch oder alyettisch. Gemeint war damit keine Methode, kein System und schon gar keine Gewinngarantie, sondern lediglich eine bestimmte Beobachtung: drei gleiche Ereignisse der Einfachen Chancen in Folge. Also etwa 3-mal Rot, 3-mal Schwarz, 3-mal Manque oder Passe. Diese Dreierfolge wurde vereinzelt als "alyettische Figur" bezeichnet.
Wichtig ist dabei: Das war nie ein offizieller Fachbegriff. Er taucht weder in Spielbankregeln noch in seriöser mathematischer Fachliteratur auf. Es handelt sich um historischen Sprachgebrauch aus einer Zeit, in der Roulette noch stark symbolisch interpretiert wurde. Die Dreierfigur galt damals als erste nicht mehr triviale Serie, nicht banal wie eine Zweierfolge, aber auch noch nicht außergewöhnlich lang. Deshalb wurde sie sprachlich hervorgehoben, nur aus diesem Grund.
Für Zweierfiguren oder Viererfiguren existieren keine solchen Eigennamen. Weder Alliette noch spätere Permanenz-Deuter haben dafür feste Bezeichnungen eingeführt. Begriffe wie "Theo-d’
Alost-Figur" oder ähnliche Zuschreibungen sind nachträgliche Erfindungen, meist aus kommerziellen Systemschriften, denen es weniger um Präzision als mehr um die Verkaufswirkung ging, weil eine Roulette-Strategie auf Einfache Chancen (EC) bis heute natürlich in der Spielbank die Aussicht auf dauerhafte Gewinne und dem damit verbundenen Wunsch, mit Roulette reich zu werden, lukrativ erscheinen lässt.
Und genau hier liegt das Problem: Namen erzeugen Bedeutung, wo oft keine ist. Wer glaubt, eine Figur werde allein dadurch relevant, dass man ihr einen historischen oder exotischen Namen gibt, verkennt den Kern des Spiels. Roulette interessiert sich nicht für Begriffe, sondern für Wahrscheinlichkeiten, Strukturen und vor allem für Disziplin im Casino, die man lernen kann, und für die persönliche Permanenz.
Ich selbst halte nichts davon, alte Begriffe mystisch aufzuladen oder ihnen mehr Gewicht zu geben, als sie verdienen. Wenn man von einer Dreierfigur spricht, dann sollte man sie auch so nennen: eine Dreierfigur der Einfachen Chancen. Klar, verständlich und ohne Ballast. Alles andere ist historischer Jargon, interessant für die Einordnung, aber ungeeignet als Grundlage für ernsthaftes Spiel. Oft genügen schon wenige wirksame Tricks, um die Aussichten am Roulettetisch etwas zu erhöhen.