Roulette-Tools für Simulationen, Statistiken und Analysen

Werkzeuge, die Ihr Roulettespiel durchschaubarer machen

Manche Spieler verlassen sich nur auf ihr Bauchgefühl. Ich habe früh gemerkt, dass das auf Dauer nicht reicht. Deshalb begann ich, Hilfsmittel zu bauen, mit denen sich Strategien prüfen lassen, ohne eigenes Geld zu riskieren, und mit denen das Roulettewissen erweitert werden kann.

Auf dieser Seite stelle ich Ihnen diese Werkzeuge vor. Sie helfen dabei, eigene Ideen zu testen, Schwachstellen aufzudecken oder einfach mehr über die Abläufe am Tisch zu erfahren. Sie decken viele Bereiche ab, die für Spieler nützlich und wichtig sind. Dazu gehören Hilfsmittel für Statistiken, Rechner, detaillierte und spezifische Analysen und umfangreiche Simulationen, die das echte Spielgeschehen im Casino mathematisch korrekt widerspiegeln.

Vielleicht ist das eine oder andere Tool auch für Ihre Spielweise nützlich.

Analysieren Sie live & online eigene Permanenzen

Mit diesem innovativen Tool können Sie Permanenzen live und direkt online detailliert analysieren. Sie haben die Wahl zwischen der Eingabe Ihrer eigenen Zahlen, die Sie vielleicht in der Spielbank selbst notiert oder woanders gefunden haben, und der automatischen Generierung von 370 oder 5.000 Zahlen.

Die Statistiken werden für alle Setzmöglichkeiten in Echtzeit angezeigt, für die Einfachen Chancen, die Dutzend und Kolonnen, die bei Spielern auch sehr beliebten Sechsertransversalen und Zahlen, und zusätzlich erhalten Sie die Werte für die längsten Serien, die längsten Ausbleiber, die häufigsten und die seltensten Zahlen.

Die jeweils letzten 370 Coups der aktuell verwendeten Zahlenfolgen werden als Permanenz dargestellt.

  • Echtzeit-Analyse eigener Roulette-Permanenzen
  • Alternativ 370 oder 5.000 generierte Zahlen analysieren
  • Komplette Statistiken aller Setzmöglichkeiten
  • Zusätzlich längste Serien und längste Ausbleiber und häufigste und seltenste Zahlen

Kalkulieren Sie Treffer-Werte für Transversale Simple

Dieser Rechner ermittelt speziell für Sechsertransversalen anhand Ihrer spezifischen Eingaben verschiedene mathematische Werte, die Ihnen als Anhaltspunkt dafür dienen, mit welcher Erwartungshaltung Sie in die Spielsitzung gehen sollten.

Sie geben die gewünschte Anzahl von Coups und Treffern ein. Dann ermittelt das Tool für jeden einzelnen Coup die Wahrscheinlichkeit für die von Ihnen festgelegte Anzahl der Treffer in der Spielstrecke und zwar aufgeteilt in die genaue Anzahl, die minimale und die höchste.

Außerdem werden der Erwartungswert und die Standardabweichung behandelt, die ebenso eine große Rolle spielen.

  • Freie Wahl von 1 bis 1.000 für Anzahl der Coups und Treffer
  • Mathematisch exakte Statistiken für jeden einzelnen Coup
  • Wahrscheinlichkeiten für genau, mindestens oder höchstens Anzahl der Treffer
  • Werte für Erwartungswert und Standardabweichung

Berechnen Sie Kurzstrecken-Wahrscheinlichkeiten

Mit diesem Kalkulator können Sie mathematische Werte für die zu erwartende Anzahl von Treffern in einem kurzen Spielabschnitt berechnen. Sie geben an, wie viele Zahlen gespielt werden (1-36), und über welche Distanz die Kalkulation durchgeführt werden soll (max. 50 Coups).

Ihnen werden dann zwei Tabellen präsentiert, denen Sie die Wahrscheinlichkeiten für jeden Coup für die exakte Anzahl der Treffer und der Mindestanzahl sowie das Trefferverhältnis (1:(X)) entnehmen können.

Die wahrscheinlichste Anzahl der Treffer in dem festgelegten Spielabschnitt wird ebenso angezeigt. Sie erlangen damit wertvolles Wissen.

  • Freie Wahl der Anzahl der gesetzten Zahlen und der Spielstrecke bis 50 Coups
  • Berechnung der wahrscheinlichsten Trefferanzahl
  • Tabellen für Anzahl der Treffer (genau und mindestens) für jeden Coup
  • Anzeige des Trefferverhältnisses 1:(X)

Testen Sie Ihre Roulette-Strategie aufZahlen

Dieser Roulette-Strategie-Tester für Zahlen simuliert ein Spiel auf Favoriten. Sie können frei einstellen, in welchem Permanenzfenster sich die Zahlen wiederholen müssen, um satzreif zu werden, und über wie viele Coups die ermittelten Favoriten jeweils gespielt werden.

Der Test geht jeweils über 500 Coups, und der detaillierte Spielverlauf zeigt Ihnen sowohl die gesetzten Favoriten während der Simulation, die Gewinne und Verluste bei jedem Coup sowie die Kapitalentwicklung.

Für ein Roulette-System auf Plein ist das ein sehr nützliches Werkzeug.

  • Wiederholungsbereich der Zahlen und Angriffsdauer von 1 bis 37 Coups
  • Detaillierter Spielverlauf für jeden Coup
  • Zusätzliche Ausgabe von Start-, Endkapital und Verlust
  • Individuelle Simulationen für Favoritenspiele auf Zahlen

Simulieren Sie den Ausgleich auf den Einfachen Chancen

Testen Sie Ihre Strategien für Einfache Chancen mit diesem speziellen Analyse-Tool. Der Fokus liegt auf dem Ausgleich von Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade und Hoch/Niedrig.

Das Tool simuliert tausende Spiele und zeigt in Sekundenschnelle, wie sich der Ausgleich auf den Einfachen Chancen wirklich manifestiert. Das Hilfsmittel ist ideal zum Testen der Martingale und anderen Progressionssystemen.

  • Ausgleichsergebnisse werden mit Daten und Chart angezeigt
  • Simuliert 100, 1.000 oder 10.000 Coups mit allen drei Einfachen Chancen
  • Ermittelt sowohl die aktuelle als auch die maximale Differenz der Chancenpaare
  • Kryptografisch sicherer Zufallszahlengenerator

Berechnen Sie Ihre Roulette-Gewinne und die Auszahlung

Endlich können Sie in Sekundenschnelle Ihren Roulette-Gewinn berechnen. Egal, welche Einsatzkombinationen und Einsatzhöhen Sie wünschen, alles ist einfach einstellbar und wird sofort korrekt analysiert.

Die Ergebnisse beinhalten auch die besten Zahlen und den echten Profit bei einem Gewinn. Dadurch können Sie Ihre Einsätze auch mit der Höhe des gesetzten Geldes optimieren oder Kombinationen verfeinern, um den möglichen Profit bei großem Glück zu steigern.

  • Präzise Gewinnberechnungen
  • Alle Wettkombinationen sind möglich
  • Volltreffer-Zahlen sowie Netto- und Bruttogewinn werden angezeigt
  • Gewinnwahrscheinlichkeiten Ihrer Einsätze

Simulieren Sie auch lange Serien auf EC

Die Länge einer Serie der Einfachen Chancen (EC) ist für viele Roulettespieler essentiell. Besonders bei Progressionen können falsche Einschätzungen verheerend sein.

Mit diesem Simulationstool erzeugen Sie jeweils 10.000 Coups, und es werden die Serienlängen angezeigt. Sie können so viele Durchläufe starten, wie Sie es möchten, um einen Eindruck davon zu gewinnen, wie gefährlich es ist, darauf zu hoffen, dass eine bestimmte Serienlänge nicht erscheint.

Lange Serien kommen sehr oft ausgerechnet dann, wenn der Spieler es am wenigsten gebrauchen kann.

  • Simuliert und analysiert pro Durchlauf 10.000 Coups auf die Häufigkeit von Roulette-Serien der Einfachen Chancen (Rot/Schwarz)
  • Serien ab 8 werden chronologisch und in der genauen Länge angezeigt

Generieren Sie Roulette-Zufallszahlen

Mit diesem seit Jahren von Spielern gerne verwendeten Zufallsgenerator für Roulettezahlen können Sie ohne großen Aufwand die wichtigsten Einsatzmöglichkeiten simulieren und hochwertigen Zufall erzeugen.

In der aktuellen Version sind die Ergebnisse nun auch optisch durch farbliche Hervorhebungen verbessert, und das Kesselspiel auf der Großen Serie, der Kleinen Serie und der Orphelins ist ebenfalls verfügbar.

  • 5 verschiedene Zufallszahlenblöcke zu je 100 Coups werden generiert
  • Aufgeteilt in Plein, EC, Drittelchancen, Transversalen und sogar Kesselspiel
  • Die einzelnen Setzmöglichkeiten werden farblich hervorgehoben
  • Der perfekte Roulette-Zufallszahlen-Generator für Blitz-Analysen eigener Systemideen

Finden Sie zuverlässig Kesselfehler

Beim Roulette wurden früher Millionen mit Kesselfehlern verdient. Selbst kleinste Materialermüdungen oder Beeinträchtigungen anderer Art brachten manchen Spielern lawinenartige Gewinne ein.

Dieser Detektor analysiert bereits gefallene Zahlen mit dem sogenannten Chi-Quadrat-Test auf Auffälligkeiten und ermittelt somit fehlerhafte Roulettekessel jeglicher Art.

  • Kesselfehler-Detektor untersucht Ihre eigenen Zahlen oder 3.000 per Zufall generierte
  • Korrekte statistische Analyse des Chi-Quadrat-Wertes
  • Um falsche Warnungen zu verhindern, wird die Bonferroni-Korrektur verwendet
  • Jede Zahl wird detailliert bewertet

Nutzen Sie dieses Tracker-Tool für Einfache Chancen

Wer sein Augenmerk bei den Einfachen Chancen auf die Figuren, Kombinationen und Serien legt, der wird mit diesem - einem meiner praxisnächsten Roulette-Tools - umständliche Notierungen auf Papier nicht mehr durchführen müssen.

Das erweitert die Angriffsmöglichkeiten Ihrer Roulette-Strategie um einiges, und Fehler in Ihren Aufzeichnungen sind nicht mehr vorhanden.

  • Unbegrenzte Eingabe von Zahlen und Einstellung eines Fokus-Bereiches
  • Grundstatistiken der drei EC-Paare sowie alle Kombinationen
  • Sämtliche Figuren mit wählbarem Zero-Ausschluss und aktivierbarem Fenstermodus werden ebenso in Echtzeit analysiert
  • Ausführliche und detaillierte Serienstatistik

Berechnen Sie die Standardabweichungen

Die Standardabweichung gehört beim Roulette zu den interessantesten mathematischen Berechnungen, weil sie nicht nur ein universelles Gesetz des Kosmos widerspiegelt, sondern zusätzlich verdeutlicht, wie hoch Ausschläge jenseits des subjektiv Erwarteten tatsächlich möglich sind.

Dieser Rechner zeigt Ihnen die Resultate.

  • Berechnung sowohl für Roulettekessel mit einer als auch mit Doppel-Zero
  • Basierend auf den aktuellsten und korrekten mathematischen Modellen
  • Sie können auch ein individuelles Ergebnis auf einer konkreten Trefferanzahl erhalten
  • Jede Anzahl von gesetzten Zahlen ist möglich

Berechnen Sie die richtigen Martingale-Einsätze

Dieser Einsatzrechner kalkuliert für Sie online, wie viele Stufen Sie mit dem Martingale-System und dem zur Verfügung stehenden Kapital spielen können.

So wissen Sie bereits schon im Voraus, wie Sie Ihr Geld einteilen können und müssen in Stresssituationen nicht überreagieren.

Ziel ist, dass Sie Ihre Spielangriffe ruhig und kalkuliert planen. Das ändert natürlich nichts daran, dass diese Progression mit die gefährlichste ist, die es gibt, und diesen Umstand müssen Sie stets beachten.

  • Sofortige Ermittlung der Anzahl der spielbaren Stufen der Martingale
  • Gesamteinsatz und Einsatzhöhe sind frei wählbar


Geschichte der Roulette-Tools - Was die ersten Erfinder uns heute noch lehren

Wenn wir heute über Roulette-Tools sprechen, dann meinen wir meist jene Programme, die ich auf dieser Seite für Sie bereitstelle. Aber die Geschichte dieser Hilfsmittel beginnt nicht mit dem Internet, nicht mit Excel und nicht mit den ersten Taschenrechnern. Sie beginnt mit einer Einsicht, die so alt ist wie das Spiel selbst: Wer dem Zufall eine Gesetzmäßigkeit abringen will, braucht mehr als nur Nerven - er braucht ein Werkzeug, das schneller und klüger ist als der menschliche Verstand allein.

Ich bin auf einige historische Wegmarken gestoßen, die ich Ihnen in diesem Beitrag vorstellen möchte.

Der Informationsvorsprung - die Brüder Blanc und der gezinkte Telegraf (1834)

Bevor das Roulette überhaupt jenen Siegeszug antrat, den wir heute kennen, standen zwei Männer an der Wiege des modernen Casinos: François und Louis Blanc. Die Brüder waren nicht nur gewiefte Geschäftsleute, sondern verstanden als Erste, dass die wahre Waffe des Spielers nicht am Tisch liegt, sondern dort, wo die Nachrichten noch unterwegs sind.

Im Jahr 1834 betrieben sie in Bordeaux eine Spielbank. Ihr Problem war die Börse in Paris. Die Kurse entschieden über ihr Kapital, aber die offizielle Postkutsche brauchte drei Tage - eine Ewigkeit, wenn man auf Schwankungen reagieren musste. Die Brüder entdeckten, dass der optische Telegraf von Claude Chappe, jenes ausgeklügelte System aus Signaltürmen mit beweglichen Holzbalken, die Strecke von Paris nach Bordeaux in wenigen Stunden überbrücken konnte. Nur: Das Netz war dem Staat vorbehalten, und Nachrichten wurden verschlüsselt von Turm zu Turm gereicht.

Was taten die Blancs? Sie bestachen einen Telegrafenbeamten im mittig gelegenen Tours. Die Absprache war so simpel wie genial: Stiegen in Paris die Kurse, wurde ein Paket mit einem Handschuh an die Station geschickt. Fielen sie, enthielt das Paket eine Socke. Der Beamte in Tours baute daraufhin einen gezielten Fehler in das offizielle Zeichen ein - einen falsch gestellten Balken, eine verdrehte Stellung -, der für den bestochenen Kollegen in Bordeaux bedeutete: Handschuh oder Socke. So wussten die Blancs noch am selben Nachmittag, was in Paris geschehen war, und handelten an der Börse, bevor die Konkurrenz auch nur ahnte, dass sich etwas geändert hatte.

Die Geschichte ist so oft überliefert, dass man sie ohne Weiteres zu den großen Anekdoten der Spiel- und Finanzgeschichte zählen darf. Ob jedes Detail stimmt, ist unerheblich; entscheidend ist die Lektion, die sie uns hinterlässt: Information, die schneller beim Spieler ist als beim Gegner, ist das mächtigste Werkzeug überhaupt. Was die Blancs mit bestochenen Beamten und Holzbalken bewerkstelligten, erledigen heute Permanenz-Analysen und Echtzeit-Statistiken in Sekundenbruchteilen - legal und für jedermann zugänglich. Wer heute meine Tools nutzt, steht genau in dieser Tradition: Er macht aus Daten einen Vorsprung, den der Zufall allein nicht gewährt.

Der tragbare Computer - Thorp und Shannon als Funke einer Revolution

An dieser Stelle müsste nun eine ausführliche Geschichte stehen, aber ich halte Sie nicht mit doppelten Worten auf. Die bahnbrechende Leistung von Edward O. Thorp und Claude Shannon - der erste tragbare Computer der Welt, der 1961 im Herzen von Las Vegas das Roulette schlug - habe ich auf meiner Seite über den ersten Roulette-Simulator erzählt: Zur Geschichte des ersten Roulette-Simulators

Für den Zusammenhang dieses Artikels genügen drei Sätze: Thorp, Mathematiker und Blackjack-Legende, tat sich mit Claude Shannon, dem Vater der Informationstheorie, zusammen und baute ein Rechengerät, das nicht größer war als eine Zigarettenschachtel. Es maß die Umlaufzeiten der Kugel und sagte den Lande-Sektor mit einem mathematischen Vorteil von 44 Prozent voraus. Damit war der Beweis erbracht: Die Physik des Kessels ist berechenbar, und ein Miniatur-Computer kann den Zufall entzaubern.

Was ich Ihnen mitgeben möchte, ist dies: Thorp und Shannon hatten keine leistungsstarken Prozessoren, keine Cloud, keine grafische Oberfläche, nur zwölf Transistoren und den Mut, mit einem Schuh-Schalter in einem Casino zu sitzen, das technische Hilfsmittel verbot. Sie lehrten uns, dass die Grenze zwischen Glück und Berechenbarkeit eine Frage der richtigen Messtechnik ist. Heutige Roulette-Simulatoren beruhen auf dem gleichen physikalischen Prinzip, nur dass Sie statt eines Zehenschalters Ihre Computermaus bedienen und statt eines Ohrhörers eine Auswertung auf dem Bildschirm sehen - ohne Risiko, ohne Nervosität.

Die Eudaemons - Studenten, die den Kessel in acht Zonen teilten

Knapp zwanzig Jahre später, um 1980, kam die nächste Gruppe von Tüftlern an denselben Punkt, ohne zunächst von Thorp und Shannon zu wissen. An der University of California in Santa Cruz fand sich ein halbes Dutzend Physikstudenten zusammen, die sich den Namen Eudaemons gaben - abgeleitet vom griechischen Wort für Glückseligkeit. Ihr Kopf war J. Doyne Farmer, ein Mann, der später die Chaos-Theorie und das algorithmische Trading mitbegründen sollte.

Ihre Ausrüstung war für die Zeit atemberaubend modern. Sie verwendeten den damals nagelneuen und preisgünstigen Mikroprozessor 6502 - denselben Chip, der 1977 den Apple II befeuerte - und bauten einen Computer, der in ein Schuhsohlen-Fach passte. Ein Teammitglied betrat das Casino und maß mit zwei diskreten Zehenschaltern die Zeitspanne, die die Kugel vom Passieren einer festgelegten Markierung bis zum nächsten Umlauf benötigte. Ein kleiner Sender schickte diese Rohdaten per Funk an einen Komplizen, der außerhalb der Spielbank saß und einen leistungsfähigeren Rechner bediente.

Das Geniale war die Rückmeldung. Der zweite Mann trug unter seinem Hemd drei elektromagnetische Spulen an Brust und Bauch, jede für eine Gruppe von Kessel-Sektoren zuständig. Der Rechner ermittelte eines von acht vorausberechneten Kessel-Segmenten, in dem die Kugel mit hoher Wahrscheinlichkeit landen würde, und aktivierte die Spulen in einem bestimmten Vibrationsmuster. Der Spieler spürte das leise Pulsieren und wusste: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, setze auf Zone drei. Kein Ton, kein Licht, keine verdächtige Bewegung.

Die ersten Tests im Sundance Casino in Las Vegas im November 1981 hielten, was die Theorie versprach. Die Gruppe erspielte über 10.000 Dollar und schöpfte Zuversicht. Dann aber trat das ein, womit kein Erfinder rechnet: Die Isolation der dünnen Kabel zwischen Sender und Spulen nutzte sich durch die ständige Bewegung ab. Bei einem Einsatz entluden sich die Impulse direkt auf die Haut des Trägers und brannten ihm Löcher, die sofort ärztlich versorgt werden mussten. Das Casino wurde misstrauisch, die Eudaemons lösten die Gruppe auf, und der Traum vom besiegten Roulette endete vorerst.

Doch die Geschichte hat ein zweites Leben. Farmer und mehrere seiner Weggefährten gründeten später die Prediction Company und wandten die mathematischen Methoden, die sie am Roulettetisch erprobt hatten, auf die Finanzmärkte an - diesmal völlig legal und mit großem Erfolg. Die Botschaft der Eudaemons lautet: Einmal erkannte Gesetzmäßigkeiten lassen sich nicht mehr einfangen; sie finden ihren Weg in neue Anwendungen. Wer heute meine Roulette-Simulationen laufen lässt und versucht, Muster in Permanenzen zu erkennen, der verlängert genau jene Denkhaltung in die heutige Zeit, die Farmer und seine Freunde in Santa Cruz antrieb.

Keith Taft - der fromme Bastler, der den Computer an den Leib band

Während die Eudaemons noch über ihre Laser- und Spulen-Experimente diskutierten, hatte ein einzelner Mann im Stillen bereits Systeme gebaut, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellten. Keith Taft war Sonntagsschullehrer, tiefgläubiger Baptist und ein begnadeter Tüftler, der nie ein Physikstudium absolviert hatte. Was er besaß, war ein unerschütterlicher Glaube an die Macht der kleinen Schaltkreise.

Sein erstes Gerät hieß George. Ein 15 Pfund schwerer 16-Bit-Rechner, den er mit Bandagen um den Oberkörper wickelte und unter einem weiten Wintermantel verbarg. Die Eingabe erfolgte über Zehenschalter, die Ausgabe über winzige Leuchtdioden, die er in ein Brillengestell eingebaut hatte und die ihm signalisierten, wann er setzen durfte. George war unhandlich, schwer und fehleranfällig, aber er funktionierte.

Das nächste Modell, David, war bereits ein Zweikomponenten-System, kaum größer als ein Kartenspiel, getragen in einem speziell genähten Sportgürtel. Taft hatte gelernt, dass der Teufel im Detail steckt. Statt der blinkenden LEDs erfand er ein Klopfgerät in der Schuhsohle, das ihm die Anweisungen in einem fühlbaren Morsecode übermittelte. Zwei kurze Impulse? Setze auf Rot. Ein langer, ein kurzer? Halte dich zurück. Der Croupier konnte nichts sehen, nichts hören - und Taft schien unbezwingbar.

Seine Fantasie war grenzenlos. Er baute eine Zahnspange mit einem integrierten Schalter, den er mit der Zunge betätigte, und versteckte die hauchdünnen Drähte in seinem Schnurrbart. Er integrierte eine der ersten digitalen Kameras in eine Gürtelschnalle, um die Karten der Croupiers zu fotografieren, und platzierte einen winzigen Monitor unter seinem Hemdstoff, der ihm das Bild zeigte. Draußen vor dem Casino parkte ein LKW, beladen mit einem Satellitenempfänger und Rechnern, die die Bilder auswerteten und per Funk zurückschickten. Ein solcher Aufwand war selbst für die abgebrühte Casino-Security neu.

Tafts Pläne flogen auf, als der LKW bei einer routinemäßigen Bombendurchsuchung entdeckt wurde - eine Ironie des Schicksals, die seinen Erfindergeist aber nicht brechen konnte. Bis zu seinem Tod 2006 arbeitete er an neuen Projekten, und wer heute eine Smartwatch trägt oder über Hörgeräte mit Bluetooth nachdenkt, der sieht Keith Tafts Erbe jeden Tag am Handgelenk.

Was lehrt uns dieser getriebene, fromme Mann? Dass der Wille, den Zufall zu messen, unaufhaltsam ist - und dass er oft von denen kommt, die man am wenigsten erwartet. Taft war kein promovierter Wissenschaftler, aber er besaß jene Mischung aus Neugier und handwerklichem Geschick, die auch Sie an den Tag legen können, wenn Sie mit meinen Roulette-Tools experimentieren. Der Unterschied: Sie müssen keinen Schweiß, keine Stromschläge und keine Gefängnisstrafe mehr fürchten.

Der rote Faden - und Ihr persönlicher Werkzeugkasten

Wenn Sie diesen Gang durch das 19. und 20. Jahrhundert Revue passieren lassen, erkennen Sie ein gemeinsames Muster. Jede dieser Erfindergenerationen hatte dasselbe Ziel: die Unsicherheit des Roulettetisches durch ein selbstgebautes Instrument zu bezwingen. Die Blancs suchten den Informationsvorsprung, Thorp und Shannon die physikalische Berechnung, die Eudaemons die verteilte Messung und Taft die totale Miniaturisierung - sie alle wollten den einen Moment erwischen, in dem aus Glück ein kalkulierbares Risiko wird.

Heute sind all diese Prinzipien in den Roulette-Tools vereint, die Sie auf dieser Seite finden. Sie können die Geschwindigkeit der Kugel nicht messen? Das müssen Sie auch nicht - meine Simulatoren tun es für Sie mit mathematischen Modellen, die auf dem gleichen physikalischen Grundverständnis beruhen, das Thorp und Shannon einst in ihre zwölf Transistoren brannten. Sie haben keinen Zugang zu einem bestochenen Telegrafenbeamten? Sie brauchen ihn nicht - die Permanenz-Analysen liefern Ihnen mehr Informationen in kürzerer Zeit, als die Blancs es sich je hätten träumen lassen. Und während Keith Taft noch Löcher in die Haut gebrannt bekam, können Sie bequem vom Sofa aus den Ausgleich auf den einfachen Chancen simulieren - mit ein paar Klicks, ohne Risiko und vollkommen legal.

Die genialen Köpfe der Vergangenheit haben die Schneise geschlagen. Meine Roulette-Tools laden Sie ein, diesen Weg weiterzugehen - mit der gesamten Technik von heute in der Hand, aber immer in dem Wissen, auf wessen Schultern Sie dabei stehen.

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