666-Zahlen-Strategie: Roulette-Wunder oder nur ein Flop?
Auf der Suche nach einem Roulette Wunder dauert es nicht lange, entsprechende Angebote zu finden. Alle Sandkörner zusammengezählt, die an allen Stränden der Welt liegen, so viele Galaxien gibt es im Universum und manche sagen, ebenso viele Systemideen. Und das sind mehr als nur 666 verschiedene Wege, an das Geld der Casino-Bosse zu kommen.
Aufgrund des Hungers nach noch mehr Profit investieren Online-Casinos viel Zeit, um ihren Spielern mit großer Dreistigkeit schlechte Systeme unterzujubeln und diese als etwas ganz Tolles anzupreisen. Ein typisches Beispiel ist die 666-Roulette-Strategie, mit der es noch nie einfacher war, sein Geld am Spieltisch wie ein Hasardeur in vollem Umfang zu verknallen. Wunder oder Flop? Diese Frage beantworte ich Ihnen jetzt.
So funktioniert die 666-Roulette-Strategie
Die Spielregeln sind einfach gehalten. Viele glauben, je mehr Zahlen sie abdecken, umso sicherer fließt das Geld. Warum ausgerechnet die 666, die Zahl des Teufels, herhalten muss, kann man vielleicht so begründen, dass die Addition aller Roulettezahlen im Ergebnis genau 666 ergibt. Eine gute Roulette-Taktik hat allerdings mit Teufelswerk wenig zu tun.
Mit welchen Spielregen sollen die Millionen jetzt fließen?
Der Spieler deckt so viele Zahlen ab wie möglich, um bei jedem Kugelwurf dabei zu sein. So jedenfalls die Absicht. Das stellt er sicher, indem
Bereits ein 2-Dutzend-Spiel gilt allgemein als Eichhörnchen-Taktik, weil die Gewinne nur langsam wachsen und aufgrund der annähernd Zweidrittel-Abdeckung aller Zahlen etwas mehr Gewinnsicherheit verspricht. Großflächige Abdeckungen auf dem Roulette Tableau, also der Spielfläche, auf der die Einsätze platziert werden, führen zu einer Minimierung des Profits pro Treffer.
Spielen Sie 35 Zahlen, bleibt 1 Stück übrig, denn Sie bekommen nur das 36fache ausbezahlt. Darin ist das Einsatzstück enthalten. Die 37. Zahl wird aufgrund des 2,7 % Bankvorteils des Casinos in der Auszahlung gestrichen.
Mit 17 Chevaux decken Sie 34 Zahlen ab. Der Bankvorteil beim Setzen einzelner Zahlen fällt weg. 18 Stücke werden ausgezahlt. Wieder verbleibt 1 Stück Gewinn.
11 Transversale Plein umfassen 33 der 37 Zahlen, 5 Transversale Simple 30 Zahlen. Nach jedem Treffer dürfen Sie sich auch hier wie bei den anderen Kombinationen der 666-Strategie über 1 Einsatzstück Gewinn freuen.
Test zeigt: 666-Roulette-System bringt nicht viel
Auf den ersten Blick attraktiv, entpuppt sich das System nach Tests als brandgefährlich. Anfängern sind die unfassbaren Ausbrüche des Zufalls weitgehend unbekannt. Nicht nur fehlende Erfahrung, sondern auch das noch nicht vorhandene Wissen um mathematische Vorgänge beim Roulette beschert dem Spieler die falsche Hoffnung, mit dieser Zahlen-Taktik kann man nicht verlieren.
Setzen Sie 35 einzelne Zahlen, dürfen innerhalb von 37 Würfen die beiden Zahlen, die nicht abgedeckt sind, nur 1-mal erscheinen. Nur dann können Sie diesen Abschnitt entweder mit einem Gewinn abschließen oder wenigsten Ihr Geld zurückbekommen. Ein Totalverlust ist verkraftbar. Bei zwei Verlusten ist die Freude schon zu Ende.
Testresultat
Der ganz normale Permanenzverlauf der Spielbank Hamburg wurde für den Test herangezogen. Die Cheval-Variante der 666-Methode dient als Grundlage. Alle Chevaux mit Ausnahme von 17-20 sind mit Einsätzen von jeweils €1 abgedeckt. Die Auswahl des einzigen offenen Cheval geschah rein zufällig und nicht, um das Testergebnis extra negativ zu beeinflussen.
Nach nur 1.019 gespielten Coups ist das Startkapital von €500 verspielt.
Das Problem ist, weitere Tests, Statistiken und mathematische Berechnungen zeigen, innerhalb von 37 Würfen besteht auf der Basis einer alltäglichen, 4fachen Abweichung vom Standardwert eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die beiden offenen Teufelszahlen, und das im wahrsten Sinne des Wortes, bis zu 8-mal fallen.
Was die 666-Strategie im Durchschnitt kostet
Alle vier Varianten der 666-Roulette-Strategie haben denselben Aufbau: Pro Coup deckt der Spieler eine große Mehrheit der 37 Zahlen ab und riskiert den gesamten Einsatz, um bei einem Treffer genau ein einziges Einsatzstück Gewinn zu machen. Daraus folgt für jede Variante dieselbe Rechnung:
Gewinn pro Treffer: +1 Stück
Verlust pro Fehltreffer: −Einsatzstücke (35, 17, 11 oder 5)
Durchschnittlicher Verlust pro Coup: Einsatz × 1/37 (Bankvorteil)
Durchschnittlicher Verlust nach 37 Coups: genau die Höhe des Einsatzes
In der Fachsprache heißt diese Rechnung „Erwartungswert“. Konkret bedeutet das für ein Startkapital von 500 Stücken:
Durchschnittliches Ergebnis nach einer vollen Runde aller 37 Zahlen, Startkapital 500 Stücke
Variante
Einsatz pro Coup
Abgedeckte Zahlen
Voraussichtlicher Endsaldo
Voraussichtlicher Verlust
35 Pleinzahlen
35
35 / 37
465
−35
17 Chevaux
17
34 / 37
483
−17
11 Transversale Plein
11
33 / 37
489
−11
5 Transversale Simple
5
30 / 37
495
−5
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Fazit: Der durchschnittliche Verlust ist in jeder Variante negativ und wächst mit der Höhe des Einsatzes. Wer mehr setzt, verliert im Mittel schneller. Das ist kein Zufall und auch keine Pechsträhne, sondern reine Mathematik – der Bankvorteil von 2,7 % pro Coup summiert sich über eine volle Runde aller 37 Zahlen genau zur Einsatzhöhe.
Langzeittest: 1.000 simulierte Durchläufe je Variante
Um zu zeigen, wie stark der Zufall beim Roulette schwankt, wurde jede Variante
1.000-mal komplett durchgespielt (je 37 Coups).
Startkapital: 500 Stücke. Die Tabelle zeigt die wichtigsten Kennzahlen.
Ergebnisse aus 1.000 Durchläufen je Variante, Start = 500 Stücke
Variante
Durchschnitt
Typisches Ergebnis
Pechfall (5 %)
Glücksfall (5 %)
Schlechtestes
Bestes
Gewinnrate
35 Pleinzahlen
462
465
357
537
249
537
37,2 %
17 Chevaux
483
483
429
519
375
537
40,7 %
11 Transversale Plein
489
489
453
525
393
537
41,2 %
5 Transversale Simple
496
495
471
519
447
537
42,8 %
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Interpretation: Der Durchschnitt liegt bei jeder Variante sehr nahe am oben berechneten
Verlust – ein Beleg dafür, dass die 666-Strategie keine mathematische Lücke nutzt, sondern exakt
den Hausvorteil des Casinos abbildet. Gleichzeitig zeigt die Spanne zwischen Pechfall und
Glücksfall, wie extrem die Ergebnisse streuen. Der beste Einzellauf liegt zwar im Plus, aber
das schlechteste Ergebnis reißt tiefe Löcher. Wer nur auf die Gewinnrunden schaut, übersieht genau diese
ungleiche Verteilung.
Simulator, um alle vier Varianten dieser Zahlen-Strategie zu testen
Die folgenden vier Karten zeigen für jede Variante die oben berechneten
1.000 Simulationsläufe sowie einen Beispiel-Durchlauf.
Ein Klick auf „Simulation neu starten“ erzeugt zusätzlich eine frische Runde mit echten Zufallszahlen
– die Langzeit-Kennzahlen oben bleiben dabei unverändert.
Die nicht abgedeckten Zahlen zu verändern oder anzupassen, bringt wenig. Ihre persönliche Permanenz macht keinen Unterschied, was auf dem Tableau noch offen ist. Wenn Sie verlieren sollen, dann verlieren Sie auch, egal um welche Pechzahlen es sich handelt. Die Roulette-Strategie "666" ist für das Online-Casino ein Glücksgriff, sollten Sie es spielen. Nicht nur mental, auch finanziell ist eine Erholung von den Riesenverlusten fast unmöglich. Diese Taktik ist weder geheim noch erfolgreich. Das Geheimnis liegt in der immensen Hoffnung, immer zu treffen.
Sie brauchen eine Ewigkeit, um die Verluste zurückzuholen. In dieser Zeit darf aber nichts schief gehen, sonst geraten Sie immer tiefer in den Strudel der Geldvernichtung. Der einzige Sieger ist das Online-Casino. Das Roulette Wunder kommt nicht. Es bleibt leider aus.